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Die Netiquette im Usenet

Die Neti­quette soll Ihnen hel­fen, die Sit­ten und Gebräu­che ken­nen­zu­ler­nen, die sich im deutsch­spra­chi­gen Teil des Use­nets (den »de.*«- News­grup­pen) ein­ge­bür­gert haben. So kön­nen Sie einige der häu­figs­ten Stol­per­steine vermeiden.

Es fol­gen einige Tips, wie man das Netz effi­zi­ent und auch höf­lich zur Zufrie­den­heit aller benut­zen kann (und sollte).

Das Ori­gi­nal fin­den Sie stets aktu­ell unter der Adresse http://www.kirchwitz.de/~amk/dni/netiquette.

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  1. Ver­ges­sen Sie nie­mals, dass auf der ande­ren Seite ein Mensch sitzt!
  2. Erst lesen, dann den­ken. Noch ein­mal lesen, noch ein­mal den­ken. Und dann erst posten!
  3. Tei­len Sie etwas Neues mit!
  4. Ihre Arti­kel spre­chen für Sie - Seien Sie stolz auf sie!
  5. Neh­men Sie sich Zeit, wenn Sie einen Arti­kel schreiben!
  6. Ver­nach­läs­si­gen Sie nicht die Auf­ma­chung Ihres Artikels!
  7. Ach­ten Sie auf die »Subject:«-Zeile!
  8. Den­ken Sie an die Leserschaft!
  9. Vor­sicht mit Humor, Iro­nie und Sarkasmus!
  10. Kür­zen Sie zitier­ten Text auf das not­wen­dige Minimum!
  11. Benut­zen Sie E-Mail!
  12. Geben Sie eine Samm­lung Ihrer Erkennt­nisse an das Netz weiter!
  13. Ach­ten Sie auf die gesetz­li­chen Regelungen!
  14. Benut­zen Sie Ihren wirk­li­chen Namen, kein Pseudonym!
  15. Vor­sicht mit Kommerziellem!
  16. Vor­sicht mit Bina­ries und Multipart-Artikeln!
  17. »Du« oder »Sie«?

1. Ver­ges­sen Sie nie­mals, dass auf der ande­ren Seite ein Mensch sitzt!

Wenn sie ihre Arti­kel ver­fas­sen, den­ken viele Leute lei­der nicht daran, dass die Nach­rich­ten nicht von Com­pu­tern gele­sen wer­den, son­dern von ande­ren Menschen.

Ihre Nach­richt kann nicht nur von Leu­ten im deutsch­spra­chi­gen Raum gele­sen wer­den, son­dern auf der gan­zen Welt. Las­sen Sie sich also bes­ser nicht zu ver­ba­len Aus­brü­chen hinreissen.

Beden­ken Sie: Je aus­fal­len­der und unhöf­li­cher Sie sich gebär­den, desto weni­ger Leute sind bereit, Ihnen zu hel­fen, wenn Sie selbst ein­mal etwas brauchen.

Eine ein­fa­che Faust­re­gel: Schrei­ben Sie nie etwas, was Sie dem Adres­sa­ten nicht auch vor ande­ren Leu­ten ins Gesicht sagen würden.

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2. Erst lesen, dann den­ken. Noch ein­mal lesen, noch ein­mal den­ken. Und dann erst posten!

Die Gefahr von Miss­ver­ständ­nis­sen ist bei einem schrift­li­chen Medium beson­ders hoch. Ver­ge­wis­sern Sie sich mehr­mals, dass der Autor des Arti­kels, auf den Sie ant­wor­ten wol­len, auch das gemeint hat, was Sie den­ken. Ins­be­son­dere soll­ten Sie dar­auf ach­ten, ob nicht viel­leicht Iro­nie, Sar­kas­mus oder eine ähnli­che Vari­ante des Humors benutzt wurde, ohne ihn mit dem Smiley-Symbol »:-)« zu kennzeichnen.

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3. Tei­len Sie etwas Neues mit!

Ihr Arti­kel wird an ein Mil­lio­nen­pu­bli­kum welt­weit ver­teilt. Tei­len Sie daher etwas Neues mit, wenn Sie einen Arti­kel schreiben!

Machen Sie Ihren Stand­punkt klar, und drü­cken Sie sich ver­ständ­lich aus. Durch schlüs­sige Argu­men­ta­tion kön­nen Sie von vorn­her­ein viele Miss­ver­ständ­nisse vermeiden.

Den­ken Sie aber daran, dass nie­mand gerne Arti­kel liest, die meh­rere hun­dert Zei­len lang sind. Ihr Arti­kel sollte kurz und prä­gnant sein, jedoch ohne dass dabei das Ver­ständ­nis auf der Stre­cke bleibt.

Wer eine Signa­tur unter sei­nem Arti­kel ver­wen­den möchte, sollte dort etwas mit­tei­len, das noch nicht aus sei­nem Arti­kel oder des­sen Hea­der her­vor­geht. Die Signa­tur sollte maxi­mal 4 Zei­len lang sein.

Der soge­nannte Foo­ter ist im Use­net unüb­lich und uner­wünscht. Man bezeich­net damit im All­ge­mei­nen einen von der Soft­ware selbst erstell­ten Text, der auto­ma­tisch dem Artikel-Inhalt (Message-Body) hin­zu­ge­fügt wird. Im Gegen­satz zur Signa­tur ent­zieht sich der Foo­ter im Wesent­li­chen dem Ein­fluss des Benut­zers (z.B. Hin­weise, durch wel­che Pro­gramme der Arti­kel ver­ar­bei­tet wurde).

Eben­falls uner­wünscht sind soge­nannte »human gate­ways«. Man sollte nicht seine Auf­gabe darin sehen, Arti­kel aus ver­schie­de­nen für jeder­mann zugäng­li­chen ande­ren News­grup­pen, Net­zen oder Infor­ma­ti­ons­diens­ten (z.B. Z-Netz, T-Online, Video­text, AOL, Com­pu­Serve usw.) ins Netz weiterzuleiten.

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4. Ihre Arti­kel spre­chen für Sie – Seien Sie stolz auf sie!

Die meis­ten Leute im Netz ken­nen und beur­tei­len Sie nur auf­grund des­sen, was Sie in News und Mail schrei­ben. Ver­su­chen Sie daher, Ihre Arti­kel leicht ver­ständ­lich und mög­lichst feh­ler­frei zu verfassen.

Ein Wör­ter­buch neben dem Rech­ner mag als Über­trei­bung erschei­nen, ande­rer­seits wird ein mög­lichst feh­ler­freier und gut for­mu­lier­ter Arti­kel erns­ter genom­men als ein vor Feh­lern bei­nahe unle­ser­li­cher oder durch schlechte Wort­wahl unver­ständ­li­cher Artikel.

Beden­ken Sie, dass Ihr Anlie­gen schlecht ver­tre­ten wird durch einen Arti­kel, der nicht ele­men­ta­ren Anfor­de­run­gen an Stil, Form und Niveau genügt.

Viel­leicht lesen Ihre zukünf­ti­gen Kol­le­gen oder Ihr zukünf­ti­ger Chef mit. Vor­ur­teile bil­den sich leicht.

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5. Neh­men Sie sich Zeit, wenn Sie einen Arti­kel schreiben!

Einige Leute den­ken, es rei­che aus, einen Arti­kel in weni­gen Minu­ten in den Rech­ner zu »hacken«. Beson­ders im Hin­blick auf die vor­an­ge­gan­ge­nen Punkte ist das aber kaum mög­lich. Sie soll­ten sich Zeit neh­men, um einen Arti­kel zu verfassen.

Ver­ge­wis­sern Sie sich vor dem Schrei­ben, ob nicht bereits andere eine gleich­wer­tige Ant­wort ver­fasst haben. Dadurch ken­nen Sie einen Teil der nach­fol­gen­den Dis­kus­sion und kön­nen vor­ge­brachte Argu­mente bei Ihrem Bei­trag schon berücksichtigen.

Jeder Arti­kel sollte vor dem end­gül­ti­gen Abschi­cken min­des­tens ein­mal voll­stän­dig durch­ge­le­sen und über­ar­bei­tet werden.

Manch­mal emp­fiehlt es sich auch, den Arti­kel noch ein­mal zu über­schla­fen. Oft stellt sich am nächs­ten Tag her­aus, dass man zu impul­siv rea­giert oder eine Belei­di­gung ver­fasst hat.

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6. Ver­nach­läs­si­gen Sie nicht die Auf­ma­chung Ihres Artikels!

Durch Groß- und Klein­schrei­bung wird der Text leser­li­cher. Absätze die­nen der Glie­de­rung und lockern den Text auf. Dar­über hin­aus soll­ten Punkte und Kom­mas selbst­ver­ständ­lich sein.

Eige­ner und zitier­ter Text soll­ten grund­sätz­lich durch eine Leer­zeile getrennt wer­den. Auf Block­satz ver­zich­ten Sie bes­ser, da unter­schied­lich breite Leer­schritte das Lesen erschweren.

Sie soll­ten die Breite der eige­nen Zei­len unter etwa 70 Zei­chen hal­ten, damit auch nach mehr­ma­li­gem Zitie­ren von Text (Quo­ten) die Stan­dard­zei­len­breite von 80 Zei­chen nicht über­schrit­ten wird. Zudem wis­sen pro­fes­sio­nelle Schrei­ber­linge längst, dass Zei­len mit mehr als etwa 70 Zei­chen vom Men­schen nur noch mit Anstren­gung zu lesen sind (zäh­len Sie doch ein­mal die Zei­chen pro Zeile in Ihrer Tageszeitung).

Wei­tere grund­le­gende Hin­weise zur Text­ge­stal­tung fin­den Sie bei­spiels­weise im Duden (Regeln für das Maschi­nen­schrei­ben) oder in der ent­spre­chen­den DIN 5008 (Schreib- und Gestal­tungs­re­geln für die Textverarbeitung).

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7. Ach­ten Sie auf die »Subject:«-Zeile!

Wenn Sie einen Arti­kel ver­fas­sen, ach­ten Sie bitte beson­ders auf den Inhalt der »Subject:«-Zeile (umgangs­sprach­lich auch »Betreff« oder »Thema« genannt). Hier sollte in kur­zen Wor­ten (mög­lichst unter 40 Zei­chen) der Inhalt des Arti­kels beschrie­ben wer­den, so dass ein Leser ent­schei­den kann, ob er von Inter­esse für ihn ist oder nicht.

In län­ger dau­ern­den Dis­kus­sio­nen kann es pas­sie­ren, dass das Thema, über das debat­tiert wird, vom ursprüng­li­chen »Sub­ject« abweicht. Bitte ändern Sie die »Subject:«-Zeile ent­spre­chend ab. Eine gute Ange­wohn­heit ist es, wenn Sie das alte Thema zusätz­lich auch noch ange­ben; bei Ant­wor­ten auf sol­che Arti­kel (Fol­lowups) sollte das alte Thema aber ent­fernt wer­den. Ein Beispiel:

Bei einem Fol­lowup schlägt Ihr News­re­a­der stan­dard­mä­ßig das alte (bis­he­rige) Thema vor:

Subject: Re: Kohlrabi im Vorgarten

Die Dis­kus­sion ist aber längst auf das Thema »Erb­sen im Treib­haus« abge­schweift. Benut­zen Sie das spe­zi­elle Schlüs­sel­wort »was:« und ändern sie wie folgt:

Subject: Erbsen im Treibhaus (was: Kohlrabi im Vorgarten)

Fol­lowups auf Ihren neuen Arti­kel soll­ten nur noch das Thema

Subject: Re: Erbsen im Treibhaus

erhal­ten.

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8. Den­ken Sie an die Leserschaft!

Über­le­gen Sie sich vor dem Pos­ten eines Arti­kels oder Fol­lowups, wel­che Leute Sie mit Ihrer Nach­richt errei­chen wol­len. Ein Arti­kel mit dem Titel »Fern­se­her Bj. 1972 an Selbst­ab­ho­ler« ist in einer regio­na­len News­gruppe sicher wesent­lich bes­ser auf­ge­ho­ben als in einer welt­weit les­ba­ren »de.*«-Gruppe.

Wäh­len Sie die Gruppe (oder Grup­pen), in die Sie schrei­ben, sorg­fäl­tig aus. Sie soll­ten diese Grup­pen auch selbst lesen. Pos­ten Sie, wenn irgend mög­lich, nur in eine Gruppe.

Ein »Cross­pos­ting« eines Arti­kels in meh­rere, womög­lich inhalt­lich ver­wandte Grup­pen ist nicht emp­feh­lens­wert. Wenn Sie den­noch ein Cross­pos­ting (durch Angabe meh­re­rer Grup­pen­na­men in der »Newsgroups:«-Zeile) erzeu­gen, len­ken Sie bitte dar­auf­fol­gende Arti­kel mit Hilfe der »Followup-To:«-Zeile in eine Gruppe.

Benut­zen Sie eine News­gruppe mit der Endung ».misc«, wenn keine dem Thema ange­mes­se­nere spe­zi­elle Gruppe existiert.

Cross­pos­tings über meh­rere News-Hierarchien sind grund­sätz­lich zu vermeiden.

Spe­zi­ell für Ankauf und Ver­kauf wurde die Unter-Hierarchie »de.markt.*« ein­ge­rich­tet, um ent­spre­chende Arti­kel aus allen ande­ren Grup­pen fern­zu­hal­ten. Bitte respek­tie­ren Sie das!

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9. Vor­sicht mit Humor, Iro­nie und Sarkasmus!

Ach­ten Sie dar­auf, dass Sie Ihre iro­nisch gemein­ten Bemer­kun­gen so kenn­zeich­nen, dass keine Miss­ver­ständ­nisse pro­vo­ziert wer­den. Beden­ken Sie: In einem schrift­li­chen Medium kommt nichts von Ihrer Mimik und Ges­tik her­über, die Sie bei per­sön­li­chen Gesprä­chen benut­zen würden.

Im Netz gibt es für die­sen Zweck eine Reihe von Sym­bo­len, die man Smi­leys nennt; die gebräuch­lichs­ten sind »:-)« und »:-(«. Wenn Ihnen nicht sofort auf­fällt, was diese Smiley-Symbole bedeu­ten sol­len, legen Sie den Kopf doch ein­fach auf die linke Schul­ter und schauen Sie noch ein­mal … :-)

Für den Leser gilt: Erscheint Ihnen ein Text miss­ver­ständ­lich oder unlo­gisch, zie­hen Sie in Betracht, dass er iro­nisch oder sar­kas­tisch gemeint sein könnte. Bit­ten Sie im Zwei­fels­fall den Autor per E-Mail um eine Erklä­rung, statt sofort ein Fol­lowup zu posten.

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10. Kürzen Sie zitier­ten Text auf das not­wen­dige Minimum!

Es ist eine gute Ange­wohn­heit, kurze Aus­schnitte des Tex­tes, auf den man sich bezieht, wört­lich zu zitie­ren und dem eige­nen Text voranzustellen.

Machen Sie es sich zur Ange­wohn­heit, nur gerade so viel Original-Text ste­hen zu las­sen, dass dem Leser der Zusam­men­hang nicht ver­lo­ren geht. Zitier­ter Text (Quote) stellt nur eine grobe Gedan­ken­stütze dar, viel wich­ti­ger ist das, was Sie an neuen, inter­es­san­ten, eige­nen Gedan­ken hin­zu­zu­fü­gen haben.

Zitie­ren Sie bereits zitier­ten Text nach Mög­lich­keit nicht erneut. Statt Text wort­wört­lich zu zitie­ren, kann er auch durch eine kurze in eckige Klam­mern [] gesetzte Umschrei­bung ersetzt werden.

Ein Bei­spiel:

>> Wenn Sie einen Followup-Artikel schreiben, wird Ihnen der gesamte
>> Text, auf den Sie sich beziehen, von Ihrem Newsreader-Programm
>> zum Bearbeiten angeboten.
>> [weitere Ausführungen über Newsreader-Programme gelöscht]
>
> Der Originaltext wird dabei im Allgemeinen durch das Zeichen '>'
> eingerückt (ähnlich wie dieser Absatz), um klar ersichtlich zu
> machen, dass es sich dabei um zitierten Text handelt. Lassen Sie
> zur Übersichtlichkeit zwischen zitiertem und eigenem Text jeweils
> eine Leerzeile Freiraum.

Zitie­ren Sie nur Text, auf den Sie auch Bezug nehmen.

Las­sen Sie den Ori­gi­nal­text aber auch nicht ganz weg! Der Leser Ihres Arti­kels hat den Arti­kel, auf den Sie sich bezie­hen, mit hoher Wahr­schein­lich­keit nicht mehr exakt in Erin­ne­rung und hat ohne eine Gedan­ken­stütze große Mühe, den Sinn Ihrer Aus­füh­run­gen zu erkennen.

Das Zitie­ren von Unter­schrift oder Signa­tur ist eine lei­der weit ver­brei­tete Unsitte und unerwünscht.

Beim Zitie­ren sind den ein­zel­nen Zei­len vor­an­ge­stellte Initia­len nicht erfor­der­lich, weil Newsreader-Software an Hand der inter­nen Artikel-Verkettung (wozu das Schlüs­sel­wort »Refe­ren­ces« im Hea­der von Arti­keln dient) dies indi­vi­du­ell auf Wunsch dar­stel­len kann. Aus dem glei­chen Grund ist bei der ein­lei­ten­den nament­li­chen Anrede die Wie­der­ho­lung von Sub­ject, Message-ID, Newsgroup-Namen, Datum und den meis­ten ande­ren Header-Zeilen überflüssig.

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11. Benut­zen Sie E-Mail!

Wenn Sie dem Autor eines Arti­kels etwas mit­tei­len wol­len, über­le­gen Sie bitte, ob dies eine Berei­che­rung der lau­fen­den Dis­kus­sion ist und auch andere inter­es­sie­ren könnte – oder ob nicht eine ein­fa­che E-Mail bes­ser geeig­net wäre.

Ein Bei­spiel: Hit­zige Dis­kus­sio­nen arten manch­mal in wüste Beschimp­fungs­or­gien (soge­nannte »Flame Wars«) aus. Spä­tes­tens dann ist der Zeit­punkt gekom­men, ab dem außer den Streit­häh­nen nie­mand mehr an der Dis­kus­sion inter­es­siert ist.

Auch Hin­weise auf Recht­schreib­feh­ler, tech­ni­sche Pro­bleme, offen­sicht­li­che Irr­tü­mer oder Neti­quet­te­ver­stöße tätigt man bes­ser per E-Mail.

Es ist nor­ma­ler­weise unhöf­lich, Ant­wor­ten per E-Mail auch noch ein­mal zusätz­lich öffent­lich zu pos­ten. Man sollte sich ent­schei­den: ent­we­der E-Mail oder News, aber nicht bei­des. Tun Sie es den­noch, soll­ten Sie unbe­dingt zu Beginn der Nach­richt dar­auf hin­wei­sen, etwa »[pos­ted and mai­led]«. Doch ver­ges­sen Sie nicht: Es ist bes­ser, Sie ent­schei­den sich für ein Kom­mu­ni­ka­ti­ons­me­dium – E-Mail oder News!

Gene­rell gilt: Wenn Sie etwas mit­tei­len wol­len, das auch Mil­lio­nen andere Leute inter­es­sie­ren dürfte, benut­zen Sie News. Andern­falls ist E-Mail passender.

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12. Geben Sie eine Samm­lung Ihrer Erkennt­nisse an das Netz weiter!

Wenn Sie eine Frage an die Netz­ge­meinde gestellt und dar­auf Ant­wor­ten per E-Mail emp­fan­gen haben, wel­che even­tu­ell auch andere Leute inter­es­sie­ren könn­ten, fas­sen Sie die Ergeb­nisse (sinn­voll gekürzt) zusam­men, und las­sen Sie damit auch andere von den Ant­wor­ten auf Ihre Frage profitieren.

Haben Sie mit dem Schlüs­sel­wort »Followup-To: pos­ter« im Hea­der Ihres Arti­kels ver­an­lasst, dass Ant­wor­ten auf Ihren Arti­kel nicht ver­öf­fent­licht, son­dern auto­ma­tisch nur an Sie per E-Mail geschickt wer­den, soll­ten Sie nach ange­mes­se­ner Zeit eine Zusam­men­fas­sung Ihrer Erkennt­nisse ver­öf­fent­li­chen (und diese Absicht auch in Ihrem Arti­kel ankündigen).

Wei­sen Sie von vorn­her­ein dar­auf hin, wenn Sie ohne­hin eine Zusam­men­fas­sung pos­ten wol­len. Damit ver­mei­den Sie über­flüs­sige Ant­wor­ten der Art »Bitte poste doch eine Zusam­men­fas­sung.«, »Bitte sende mir eine Zusam­men­fas­sung per E-Mail«, »Send me a copy.«, »Me too.«, »Add me.« usw.

Ent­spre­chend gilt für die Leser: Wenn Sie gern möch­ten, dass jemand eine Zusam­men­fas­sung ver­öf­fent­licht, bit­ten Sie ihn per E-Mail darum, auf gar kei­nen Fall öffent­lich (Followup).

Beden­ken Sie: Es gilt als unhöf­lich, in einer News­gruppe, die man nicht liest, nur Fra­gen zu stel­len und Ant­wor­ten per E-Mail ein­zu­for­dern. Nie­mand liest gern News­grup­pen, in denen nur Fra­gen gestellt wer­den, aber keine Ant­wor­ten stehen.

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13. Ach­ten Sie auf die gesetz­li­chen Regelungen!

Ach­ten Sie dar­auf, dass Sie mit Ihrem Arti­kel keine Gesetze brechen.

Seien Sie vor­sich­tig beim Zitie­ren aus urhe­ber­recht­lich geschütz­ten Wer­ken. Bege­hen Sie keine Straf­ta­ten. Rufen Sie nicht zu Straf­ta­ten auf.

Wenn Sie unsi­cher sind, ob Sie die Rechte eines ande­ren viel­leicht ver­let­zen könn­ten, fra­gen Sie ihn vor­her per E-Mail, was er von Ihren Absich­ten hält.

Das Ver­öf­fent­li­chen von E-Mail ist – abge­se­hen von sei­nen mög­li­chen recht­li­chen Kon­se­quen­zen – unhöf­lich und sollte nicht ohne die
expli­zite Ein­wil­li­gung des Autors geschehen.

Da Ihre Arti­kel von einem Millionen-Publikum gele­sen wer­den, seien
Sie zurück­hal­tend mit dem, was Sie über andere sagen. »Use­net is not
a right«, aber natür­lich ist Use­net des­halb kein rechts­freier Raum.

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14. Benut­zen Sie Ihren wirk­li­chen Namen, kein Pseudonym!

In der Mail­box­szene und bei eini­gen Internet-Anbietern ver­ber­gen die Nut­zer ihre wahre Iden­ti­tät hin­ter einem Pseud­onym und schrei­ben manch­mal Dinge, die sie sich sonst nicht erlaubt hät­ten. Auf­grund der nega­ti­ven Erfah­run­gen, die viele Leute im Netz mit den Trä­gern sol­cher Pseud­onyme gemacht haben, soll­ten Sie Ihre Arti­kel mit Ihrem wirk­li­chen Namen (»real name«) versehen.

In eini­gen News­grup­pen, in denen es um sehr sen­si­ble The­men geht (zum Bei­spiel sexu­elle Gewohn­hei­ten etc.), wer­den Pseud­onyme bzw. Arti­kel, die über soge­nannte Anonymous-Remailer (auch »Anon-Server« genannt) gepos­tet wur­den, in Aus­nah­me­fäl­len geduldet.

Pseud­onyme bzw. Anonymous-Remailer bie­ten übri­gens kei­nen Schutz, wenn man dem Netz oder sei­nen Teil­neh­mern scha­den oder wenn man Straf­ta­ten bege­hen will. Wie bei den meis­ten elek­tro­ni­schen Medien ist im Ernst­fall eine nach­träg­li­che Rück­ver­fol­gung möglich.

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15. Vor­sicht mit Kommerziellem!

Ein gewis­ses Maß an kom­mer­zi­el­ler Infor­ma­tion wird im Netz durch­aus gedul­det. Bei­spiels­weise Adres­sen von Fir­men, die ein bestimm­tes Pro­dukt anbie­ten, nach dem jemand gefragt hat. Als unver­schämt gilt dage­gen die Ver­brei­tung von rei­nen Wer­bein­for­ma­tio­nen. Ins­be­son­dere dann, wenn ein gewis­ses Volu­men über­schrit­ten oder unauf­ge­for­dert gepos­tet wird.

Beden­ken Sie: Dies ist ein nicht-kommerzielles Netz, und nie­mand will die Über­tra­gungs­kos­ten für unver­langte Wer­bung bezahlen.

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16. Vor­sicht mit Bina­ries und Multipart-Artikeln!

Binär-Dateien (Gra­fik, Musik, aus­führ­bare Pro­gramme usw.) sind in den Dis­kus­si­ons­grup­pen die­ses Net­zes uner­wünscht. Für Binär-Dateien gibt es spe­zi­elle News­grup­pen. Im All­ge­mei­nen ist es jedoch bes­ser, auf Binär-Dateien in den News zu ver­zich­ten und statt des­sen nur auf ent­spre­chende Download-Möglichkeiten via FTP oder WWW hinzuweisen.

Glei­ches gilt für soge­nannte »Multipart«-Artikel. Man­che Newsreader-Software kodiert den Artikel-Inhalt in ver­schie­de­nen, alter­na­ti­ven Dar­stel­lungs­for­ma­ten (nor­ma­ler Text, HTML, LaTeX, Word, usw.), obwohl die meis­ten Netz­teil­neh­mer nur rei­nen Text dar­stel­len kön­nen. Seien Sie rück­sichts­voll und bie­ten Sie alter­na­tive Darstellungs-formate bes­ser via FTP oder WWW an. In der »de.*«-Hierarchie ist es üblich, nur nor­ma­len Text zu benutzen.

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17. »Du« oder »Sie«?

Aus der Deutsch­spra­chig­keit der »de.*«-Hierarchie erwächst die Frage, ob man andere Netz­teil­neh­mer in News und Mail »duzen« oder »sie­zen« sollte. Es gilt nor­ma­ler­weise: Wer selbst siezt, will gesiezt wer­den. Wer duzt, will selbst geduzt werden.

Die meis­ten Teil­neh­mer der »de.*«-Hierarchie duzen sich jedoch, unab­hän­gig von ihrer gesell­schaft­li­chen Stel­lung. Und viele, die sie­zen, tun dies nur anfangs, weil sie noch nicht wuss­ten, dass die meis­ten ein »Du« bevor­zu­gen. Wird man gesiezt, sollte man aber den­noch nicht gleich mit dem »Du« begin­nen, son­dern vor­her fra­gen, ob dies für den ande­ren in Ord­nung ist.

Wahr­schein­lich ist diese Neti­quette einer der weni­gen Arti­kel im Netz, in dem Sie mit vol­ler Absicht gesiezt werden.

Zusam­men­fas­sung der Dinge, die Sie beden­ken sollten:

  1. Ver­ges­sen Sie nie­mals, dass auf der ande­ren Seite ein Mensch sitzt!
  2. Erst lesen, dann den­ken. Noch ein­mal lesen, noch ein­mal den­ken. Und dann erst posten!
  3. Tei­len Sie etwas Neues mit!
  4. Ihre Arti­kel spre­chen für Sie - Seien Sie stolz auf sie!
  5. Neh­men Sie sich Zeit, wenn Sie einen Arti­kel schreiben!
  6. Ver­nach­läs­si­gen Sie nicht die Auf­ma­chung Ihres Artikels!
  7. Ach­ten Sie auf die »Subject:«-Zeile!
  8. Den­ken Sie an die Leserschaft!
  9. Vor­sicht mit Humor, Iro­nie und Sarkasmus!
  10. Kür­zen Sie zitier­ten Text auf das not­wen­dige Minimum!
  11. Benut­zen Sie E-Mail!
  12. Geben Sie eine Samm­lung Ihrer Erkennt­nisse an das Netz weiter!
  13. Ach­ten Sie auf die gesetz­li­chen Regelungen!
  14. Benut­zen Sie Ihren wirk­li­chen Namen, kein Pseudonym!
  15. Vor­sicht mit Kommerziellem!
  16. Vor­sicht mit Bina­ries und Multipart-Artikeln!
  17. »Du« oder »Sie«?

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