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Einführung in Management nach Malik, Teil 1: Management als Beruf

Führen, Leisten, Leben

In den freien Tagen zwi­schen den Jah­ren 2011 und 2012 bin ich end­lich dazu gekom­men, »Füh­ren, Leis­ten, Leben« von Fred­mund Malik (Amazon-Partnerlinks) zu lesen, eines der »100 bes­ten Wirt­schafts­bü­cher aller Zei­ten«, ein »Klas­si­ker der Manage­ment­li­te­ra­tur« – und tat­säch­lich hat das Buch mich begeis­tert und inspi­riert. Malik erläu­tert darin, wie wich­tig rich­ti­ges und gutes Manage­ment für moderne Gesell­schaf­ten ist, und stellt fest, dass Manage­ment ein Beruf ist, den fast alle Men­schen aus­üben kön­nen, sobald sie gelernt haben, die not­wen­di­gen Auf­ga­ben zu erfül­len, Werk­zeuge rich­tig ein­zu­set­zen und sich an bestimmte Grund­sätze zu hal­ten. Dies alles ist Thema des Buches und die­ser Arti­kel­reihe, in der ich die wesent­li­chen Gedan­ken des Buches in vier Tei­len zusammenfasse.

Die­ser Arti­kel bie­tet keine Ein­füh­rung in Manage­ment an sich, son­dern gibt nur Maliks Ansatz wider. Hin und wie­der gebe ich mei­nen eige­nen Senf dazu. Über ergän­zende Lite­ra­tur­vor­schläge und inter­es­sante Dis­kus­sio­nen in den Kom­men­ta­ren freue ich mich.

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Was ist Management?

Malik defi­niert Manage­ment als die gestal­tende, steu­ernde und len­kende Funk­tion einer Gesell­schaft. Manage­ment macht alle Arten von Orga­ni­sa­tion wirk­sam, Unter­neh­men, Behör­den, Inter­es­sens­ver­bände oder Sport­ver­eine. Und es ist der Manage­men­t­an­teil an jedem Beruf, der die Men­schen inner­halb der Orga­ni­sa­tio­nen wirk­sam sein und Resul­tate erzie­len lässt.

Die ety­mo­lo­gi­sche Wur­zel des Begriffs »Manage­ment« ist nicht voll­stän­dig geklärt. Laut Wiki­pe­dia lei­tet er sich wahr­schein­lich ab vom latei­ni­schen »manus agere« (»an der Hand füh­ren«), oder »man­sio­nem agere« (das Haus bestellen).

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Einer der wich­tigs­ten Berufe der heu­ti­gen Gesellschaft

Es hängt von rich­ti­gen und guten Ent­schei­dun­gen des Manage­ments ab, ob Orga­ni­sa­tio­nen pro­duk­tiv, unpro­duk­tiv oder gar kon­tra­pro­duk­tiv agie­ren; ob sie sich neuen und inno­va­ti­ven Pro­jek­ten zuwen­den oder ver­al­te­ten. Es liegt am Manage­ment, ob es einem Unter­neh­men bes­ser oder schlech­ter geht als ver­gleich­ba­ren Unter­neh­men der­sel­ben Bran­che. Wenn sie ähnli­che Pro­dukte her­stel­len, mit ähnli­chen Arti­keln han­deln oder ähnli­che Dienst­leis­tun­gen erbrin­gen, viel­leicht sogar ähnli­che Her­stel­lungs­ver­fah­ren oder die glei­chen Aus­gangs­stoffe ver­wen­den, dann ist für Erfolg oder Miss­er­folg ent­schei­dend, wie das Unter­neh­men geführt wird.

Die heu­tige Gesell­schaft ist eine »orga­ni­sierte Gesell­schaft« oder bes­ser eine »Gesell­schaft von Orga­ni­sa­tio­nen«. Immer mehr Men­schen neh­men dabei Führungs- und somit Manage­ment­auf­ga­ben wahr, je nach Wirt­schafts­be­reich 5 bis 25 Pro­zent der erwerbs­tä­ti­gen Bevöl­ke­rung. Deutsch­land hat laut Sta­tis­ti­schem Bun­des­amt rund 40 Mil­lio­nen Beschäf­tigte; damit arbei­ten in Deutsch­land zwi­schen 2 und 10 Mil­lio­nen Füh­rungs­kräfte. Je moder­ner der Bereich ist, desto mehr Füh­rungs­kräfte gibt es, inso­fern ist die Ten­denz stei­gend. Immer mehr Men­schen benö­ti­gen zumin­dest grund­le­gende Manage­ment­fä­hig­kei­ten, wenn sie erfolg­reich sein wollen.

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Manage­ment ist erlern­bar und lehr­bar wie jeder andere Beruf

Die Auf­ga­ben rich­ti­gen und guten Manage­ments sowie des­sen Prin­zi­pien sind welt­weit und für alle Arten von Orga­ni­sa­tio­nen gleich. Inso­fern unter­schei­det sich Manage­ment kaum bis gar nicht von allen ande­ren Berufen.

  • Jeder Beruf ist zum einen dadurch cha­rak­te­ri­siert, dass Men­schen, die die­sen Beruf aus­üben, spe­zi­fi­sche Auf­ga­ben erfül­len müs­sen. Deren kom­pe­tente Erfül­lung haben sie irgend­wann ein­mal gelernt und sie könn­ten dies – didak­ti­sche Fähig­kei­ten und Geduld vor­aus­ge­setzt – auch ande­ren Men­schen beibringen.
  • In jedem Beruf kom­men Werk­zeuge zum Ein­satz, für deren Umgang zumeist keine beson­de­ren Talente erfor­der­lich sind, dafür aber ein gewis­ses Trai­ning. Man kann ande­ren Men­schen zei­gen, wie die Werk­zeuge funk­tio­nie­ren und wie man sie einsetzt.
  • Grund­sätze – Prin­zi­pien, Nor­men und Stan­dards – regeln in jedem Beruf die Qua­li­tät der Auf­ga­ben­er­fül­lung und den Ein­satz von Werkzeugen.

Die meis­ten Men­schen kön­nen den Management-Beruf aus­üben und dabei wenigs­tens eine durch­schnitt­li­che Pro­fes­sio­na­li­tät errei­chen. Fast alle Men­schen kön­nen ler­nen, die not­wen­di­gen Auf­ga­ben zu erfül­len, die Werk­zeuge rich­tig ein­zu­set­zen und sich an die Grund­sätze zu hal­ten – ganz sicher auch Sie! Die fol­gen­den Teile die­ser Arti­kel­reihe bie­ten Ihnen einen Einstieg.

1 Kommentar

  1. Ins­be­son­dere für fri­sche Hoch­schul­ab­sol­ven­ten ist es äußerst hilf­reich, sich the­ma­tisch mit dem Thema "Manage­ment" inhalt­lich und per­sön­lich aus­ein­an­der­zu­set­zen. Viele wer­den ins kalte Was­ser gewor­fen und kom­men sich hilf­los vor, zumal durch Hoch­schul­re­for­men, das Stu­dium zuneh­mend ver­schul­ter wurde und so die Aus­bil­dung eines per­sön­li­chen "Füh­rungs­stils" kei­ner­lei hin­rei­chende Bedin­gung mehr für einen erfolg­rei­chen Abschluss ist.

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