Mit Personas Projekte menschlich und motivierend gestalten

Eine Persona ist ein hypothetischer Nutzer mit konkret ausgeprägten Eigenschaften und Vorlieben sowie einem konkreten Nutzungsverhalten. Dabei steht eine Persona repräsentativ für eine reale Benutzergruppe, die ein System nutzt, beispielsweise eine Software, App oder Website. Persona sind ein Konzept aus der Informatik, genauer gesagt aus dem Teilgebiet Mensch-Computer-Interaktion, und kommen daher vor allem in der Softwareentwicklung zum Einsatz.  Weiterlesen

Blättern oder Scrollen? Die ganze Seite oder nur den Content?

Vor einigen Tagen erhielt ich eine E-Mail eines Lesers meiner Website, in der er mir folgende Frage stellte:

Ihre Seiten (und viele andere derer, die sich mit der »reinen Lehre« befassen), sind so gestaltet, dass man beim Lesen sehr viel scrollen muss und dadurch der Kopfbereich, die Navigation und das ganze schöne Design verschwinden. Dafür gibt es dann die Links »zum Seitenanfang«. Ich persönlich finde das nicht ganz so angenehm. Mir gefallen Seiten, bei denen man möglichst alles auf einen Blick sieht. Ihre Art der Gestaltung scheint mir aber kein Zufall zu sein. Gibt es einen Vorteil, der mir nicht aufgefallen ist?

Das ist eine interessante Frage, denn sie lässt sich auf zwei unterschiedliche Arten interpretieren. Weiterlesen

Barrierefreiheit

Ergonomische Websites, zugängliche Websites, behindertengerechte Websites, barrierefreie Websites, Benutzbarkeit, Usability, Accessibility … die Anzahl an Schlagwörtern, die uns seit Jahren ständig um die Ohren fliegen, nimmt stetig zu. Dass es dermaßen viele Begriffe für und Diskussionen über einen im Grunde auf der Hand liegenden und selbstverständlichen Sachverhalt gibt, nämlich für den Wunsch nach einem für alle Menschen offenen World Wide Web, mag verwundern. Vor allem deshalb, da das Web von jeher als universell zugängliche Informationsplattform entworfen worden ist. Das heißt auch, dass Webautoren Websites auf eine Art und Weise gestalten sollten, die Menschen mit Sinnes- und Körperbehinderungen das Surfen im Netz erleichtert, anstatt sie daran zu hindern. Ein Blick auf das World Wide Web der Gegenwart ist jedoch noch immer nicht zufriedenstellend.

Wie Sie in Ihrer alltäglichen Arbeit und in zahlreichen Diskussionen in Newsgroups, Mailinglisten und Webforen feststellen können, existiert in den Köpfen vieler Webentwickler eine künstliche Einteilung der potenziellen Besucher einer Website in »normale« Nutzer auf der einen und eingeschränkte Nutzer auf der anderen Seite (vgl. [Schäfer]). Einerseits wird der Typus eines perfekten Benutzers konstruiert, dessen physische Konstitution sowie Systemausstattung keinerlei Probleme erwarten lasse, da für ihn per se keine Barrieren existierten. Auf der anderen Seite gäbe es die Minderheit der behinderten Benutzer, auf die entweder nicht eingegangen werden müsse, da sie nicht der Zielgruppe entspreche, oder aber die enormen Aufwand nötig mache, um die Website für sie zugänglich zu gestalten. Sowohl bei vielen Auftraggebern als auch bei Webentwicklern wird Barrierefreiheit aufgrund dieser diskriminierenden und fragwürdigen Einteilung als vermeidbarer Kostenfaktor beziehungsweise lästige, zusätzliche Arbeit missverstanden.

Dabei ist Barrierefreiheit keine Eigenschaft, die Sie einer Website nachträglich überstülpen können, sondern ein wichtiger Teil des Gesamtkonzepts, von dem letztendlich alle Benutzer profitieren. Schließlich bedeutet Barrierefreiheit nichts anderes, als dass eine Website für alle Menschen zugänglich ist. Weiterlesen