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	<title>Weblog - Michael Jendryschik &#187; Benutzerfreundlichkeit</title>
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		<title>Blättern oder Scrollen? Die ganze Seite oder nur den Content?</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jan 2010 16:51:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Jendryschik</dc:creator>
				<category><![CDATA[Webentwicklung und Webstandards]]></category>
		<category><![CDATA[Benutzerfreundlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Design]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Vor einigen Tagen erhielt ich eine E-Mail eines Lesers meiner Website, in der er mir folgende Frage stellte:</p>
<blockquote>
  <p>Ihre Seiten (und viele andere derer, die sich mit der »reinen Lehre« befassen), sind so gestaltet, dass man beim Lesen sehr viel scrollen muss und dadurch der Kopfbereich, die Navigation und das ganze schöne Design verschwinden. Dafür gibt es dann die Links »zum Seitenanfang«. Ich persönlich finde das nicht ganz so angenehm. Mir gefallen Seiten, bei denen man möglichst alles auf einen Blick sieht. Ihre Art der Gestaltung scheint mir aber kein Zufall zu sein. Gibt es einen Vorteil, der mir nicht aufgefallen ist?</p>
</blockquote>
<p>Das ist eine interessante Frage, denn sie lässt sich auf zwei unterschiedliche Arten interpretieren.</p> <a href="http://jendryschik.de/weblog/2010/01/04/blaettern-oder-scrollen-die-ganze-seite-oder-nur-den-content/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einigen Tagen erhielt ich eine E-Mail eines Lesers meiner Website, in der er mir folgende Frage stellte:</p>
<blockquote>
<p>Ihre Seiten (und viele andere derer, die sich mit der »reinen Lehre« befassen), sind so gestaltet, dass man beim Lesen sehr viel scrollen muss und dadurch der Kopfbereich, die Navigation und das ganze schöne Design verschwinden. Dafür gibt es dann die Links »zum Seitenanfang«. Ich persönlich finde das nicht ganz so angenehm. Mir gefallen Seiten, bei denen man möglichst alles auf einen Blick sieht. Ihre Art der Gestaltung scheint mir aber kein Zufall zu sein. Gibt es einen Vorteil, der mir nicht aufgefallen ist?</p>
</blockquote>
<p>Das ist eine interessante Frage, denn sie lässt sich auf zwei unterschiedliche Arten interpretieren.</p>
<p><span id="more-378"></span></p>
<h2>Blättern oder Scrollen?</h2>
<p>Wer nicht möchte, dass seine Leser sehr lange Seiten scrollen müssen, der kann den Inhalt auf mehrere Seiten aufteilen und eine Blättern-Navigation einrichten, damit der Leser von einer Seite zur nächsten gelangen kann. Beides hat Vor- und Nachteile, wobei meiner Ansicht nach die Vorteile des Scrollens überwiegen. Dazu gehören die bessere Übersichtlichkeit des Textes, d.h. die Möglichkeiten, ihn zu »scannen« und querzulesen, sowie die Tatsache, dass er sich leichter ausdrucken lässt bzw. keine zusätzliche Druckversion notwendig ist.</p>
<p>Ich halte es also wie Thomas Wirth, der in seinem Artikel <a href="http://www.kommdesign.de/texte/scrollen.htm">Scrollen oder nicht scrollen</a> Pro und Kontra gegenüber stellt und zu dem Fazit gelangt: »Scrollen ist okay, wenn man etwas zu sagen hat.«</p>
<p>Es gibt aber noch folgenden Aspekt zu diskutieren:</p>
<h2>Die ganze Seite Scrollen oder nur den Content?</h2>
<p>Die CSS-Eigenschaft <code>overflow</code> ermöglicht es, Elemente scrollbar zu machen. Somit könnte der Inhalt auf eine Maximalhöhe begrenzt und Rollbalken angezeigt werden, sobald sie notwendig sind. Der einfache Ausdruck wäre auch hier gegeben, ebenso die Übersichtlichkeit, wenn die Maximalhöhe ausreichend ist. Oftmals ist sie dies jedoch nicht, sodass der Nutzer den Content wie durch ein zu kleines Fenster betrachten muss. Aber selbst, wenn der Screendesigner dies gut gelöst hat, bleibt ein gravierender Nachteil bestehen, denn ich frage mal zurück: Welchen Vorteil hat es denn, wenn alle anderen Elemente weiterhin im Blickfeld bleiben?</p>
<p>Meiner Ansicht nach lenken Designelemente, Navigationen und Marginalien vom eigentlichen Inhalt ab. Wenn der Nutzer den Text angelesen hat und ihn interessant genug findet, um ihn zu Ende oder zumindest weiter lesen zu wollen, dann sind alle anderen Elemente auf der Website in diesem Moment nicht relevant. Das ist übrigens auch der Grund, weshalb Online-Shops wie Amazon alles ausblendet, was den Nutzer vom Kaufvorgang abhalten könnte, sobald er diesen eingeleitet hat und zur Kasse geht.</p>
<p>Ich habe mich daher ganz klar dafür entschieden, Inhalte auf eine lange, scrollbare Seiten zu bringen und nur dann zu unterteilen, wenn es thematisch sinnvoll ist.</p>
<p>Wie sehen Sie das?</p>
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		</item>
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		<title>Wahrnehmungs- und Aufmerksamkeitskarten von GoodGaze</title>
		<link>http://jendryschik.de/weblog/2008/05/15/wahrnehmungs-und-aufmerksamkeitskarten-von-goodgaze/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 May 2008 10:09:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Jendryschik</dc:creator>
				<category><![CDATA[Werkzeuge]]></category>
		<category><![CDATA[Benutzerfreundlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Screendesign]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor einigen Tagen wurde ich auf das Analysewerkzeug GoodGaze aufmerksam. Dabei handelt es sich um ein Forschungsprojekt der Universität Osnabrück, das Erkenntnisse aus der Hirnforschung dazu verwendet, menschliches Blickverhalten mit dem Computer nachzuahmen. Die Wissenschaftler um Prof. Dr. Peter König &#8230; <a href="http://jendryschik.de/weblog/2008/05/15/wahrnehmungs-und-aufmerksamkeitskarten-von-goodgaze/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einigen Tagen wurde ich auf das Analysewerkzeug <a href="http://goodgaze.com/ggx">GoodGaze</a> aufmerksam. Dabei handelt es sich um ein Forschungsprojekt der Universität Osnabrück, das Erkenntnisse aus der Hirnforschung dazu verwendet, menschliches Blickverhalten mit dem Computer nachzuahmen. Die Wissenschaftler um <abbr title="Professor">Prof.</abbr> <abbr title="Doktor">Dr.</abbr> Peter König kombinieren dazu neurowissenschaftliche Erkenntnisse über die visuelle Verarbeitung im Gehirn und Methoden des maschinellen Lernens. Das scheint so gut zu funktionieren, dass GoodGaze Folgendes verspricht:</p>
<blockquote><p>»GoodGaze sagt voraus, worauf Menschen bei Ihren Websites achten werden. Vom ersten Entwurf an. Von jedem Computer. In wenigen Sekunden.«</p></blockquote>
<p>Derzeit läuft GoodGaze in einer geschlossenen Betaphase, an der nur derjenige als Tester teilnehmen darf, der dafür 150,00 EUR berappt –an anderer Stelle wurde dieses merkwürdige Gebahren bereits <a href="http://grochtdreis.de/weblog/2008/05/04/beta-tests/">an den Pranger gestellt</a>. Wer, wie ich, eine freundliche E-Mail an <a href="mailto:service@goodgaze.de">service@goodgaze.de</a> schreibt und um die Prüfung einer oder mehrerer Websites bitte, der bekommt zumindest einen kleinen Einblick gratis.</p>
<div id="attachment_47" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://blog.jendryschik.de/wp-content/uploads/2008/05/GoodGaze_Abb1_g.jpg"><img class="size-medium wp-image-47" title="GoodGaze_Abb1_g" src="http://blog.jendryschik.de/wp-content/uploads/2008/05/GoodGaze_Abb1_g-300x228.jpg" alt="" width="300" height="228" /></a><p class="wp-caption-text">Aufmerksamkeitskarte</p></div>
<div id="attachment_49" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://blog.jendryschik.de/wp-content/uploads/2008/05/GoodGaze_Abb2_g.jpg"><img class="size-medium wp-image-49" title="GoodGaze_Abb2_g" src="http://blog.jendryschik.de/wp-content/uploads/2008/05/GoodGaze_Abb2_g-300x223.jpg" alt="" width="300" height="223" /></a><p class="wp-caption-text">Wahrnehmungskarte</p></div>
<p>Abbildung 1 zeigt die generierte Aufmerksamkeitskarte, auf der zu erkennen ist, welche Bereiche der Seite am aufmersamkeitsstärksten (rot gefärbt) bzw. -schwächsten (blau gefärbt) sind. Auf Abbildung 2 sehen Sie die Wahrnehmungskarte, die visualisiert, welche Bereiche ein Nutzer innerhalb der ersten Sekunde wahrnimmt; je dunkler der Bereich, desto wahrscheinlicher, dass Nutzer die dort befindlichen Inhalte übersehen.</p>
<p>Ich muss gestehen, dass die Grafiken beeindruckend aussehen. Aber ich frage mal in die Runde: Überraschen die Ergebnisse irgend jemanden? Ich habe das Gefühl, genau das zu sehen, was ich erwartet habe (was natürlich für das Analysewerkzeug sprechen könnte).</p>
<p>Die aufälligsten Elemente meiner Startseite sind die Illustration des Teasers auf meine Einführung sowie der rote Bereich rechts in der Seitenleiste, in dem üblicherweise die Zusammenfassungen stehen. Auch Icons fallen GoodGaze sehr »ins Auge«, vielleicht etwas mehr, als ich es erwartet hätte. Überschriften gehen ein wenig unter, aber um dies zu beurteilen, müsste man sich weitere Ergebnisse anschauen, auch von Unterseiten. Neben Weißräumen (leeren Flächen) fallen Fließtexte am wenigsten ins Auge. Nun, wir wissen ja alle, dass im Web niemand wirklich etwas ließt.</p>
<p>Ich habe ebenfalls nach einer Analyse meiner <a href="http://mikroformate.de/">Mikroformate-Website</a> gebeten, aber noch keine Antwort erhalten. Vielleicht gibt es ja pro Person nur einen Test gratis?</p>
<p>In diesem Zusammenhang möchte ich übrigens auf den kostenlosen Service <a href="http://www.feng-gui.com/">Feng-GUI</a> aufmerksam machen, der Ergebnisse eines <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Blickbewegungsregistrierung">Eye-Tracking-Tests</a> simuliert. Die Ergebnisse kommen mir weder besser, noch schlechter vor als die von GoodGaze, wenngleich ich sagen muss, dass die Grafiken, die GoodGaze produziert, besser aussehen.</p>
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