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Tipps zum Anpassen von Websites an Auslandsmärkte

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Autor: Chris­tian Arno

Sobald Ihre Web­site im Netz steht, sind Sie auf der Stelle für ein Publi­kum von schät­zungs­weise 1,8 Mil­li­ar­den Men­schen erreich­bar. Pro­ble­ma­tisch ist aber, dass 78% die­ser Inter­net­sur­fer Eng­lisch nicht als Mut­ter­spra­che spre­chen – viel­mehr ist Chi­ne­sisch auf dem bes­ten Weg, zur vor­herr­schen­den Spra­che des Inter­nets zu avan­cie­ren, da die 407 Mil­lio­nen chi­ne­sisch­spra­chi­gen Inter­net­nut­zer schon bald die 499 Mil­lio­nen der eng­lisch­spra­chi­gen ein­ge­holt haben werden.

Wenn Sie Ihre Web­site für den Ver­kauf von Pro­duk­ten oder Dienst­leis­tun­gen nut­zen wol­len, sind diese Sta­tis­ti­ken für Sie ganz beson­ders wich­tig. Hal­ten Sie sich nur vor Augen, dass Unter­su­chun­gen zufolge 85% der Online-Verbraucher vom Kauf eines Pro­duk­tes abse­hen, wenn sie die Infor­ma­tio­nen über die­ses Pro­dukt nicht in ihrer eige­nen Mut­ter­spra­che vorfinden.

Ihre ers­ten Gedan­ken zum Design und zu den Unkos­ten Ihrer Web­site dre­hen sich ver­mut­lich mehr darum, wie Sie inno­va­tiv sein kön­nen, wie Sie Ihre Mar­ken­bot­schaft mög­lichst genau durch das Design kom­mu­ni­zie­ren und wie Sie eine rei­bungs­lose und ange­nehme Inter­ak­ti­ons­er­fah­rung ermög­li­chen kön­nen, nicht aber darum, wie Ihre Web­site auf unkom­pli­zierte Art und Weise an ver­schie­dene Spra­chen und unter­schied­li­che Kul­tu­ren aus­län­di­scher Märkte ange­passt wer­den kann.

Es ist jedoch eini­ges an Vor­aus­pla­nung not­wen­dig, um ein Website-Design so ein­zu­rich­ten, dass es auf die Erfor­der­nisse jeder Spra­che und Kul­tur zuge­schnit­ten wer­den kann und so Ihr Online-Publikum theo­re­tisch auf jeden ein­zel­nen Inter­net­nut­zer der Welt ausweitet.

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Über­le­gen Sie, wer Ihre poten­zi­el­len Ziel­grup­pen sind

Es lohnt sich, erst zu klä­ren, auf wel­che fremd­spra­chi­gen Märkte Ihre Web­site auf lange Sicht zuge­schnit­ten wer­den soll, bevor Sie über­haupt an das Design Ihrer Web­site den­ken. Wäre es Ihrer Mei­nung nach eine ver­nünf­tige Ent­schei­dung, den chi­ne­si­schen Markt anzu­spre­chen? Dann inves­tie­ren Sie etwas Zeit in Recher­chen dar­über, was Chi­ne­sen im Hin­blick auf Website-Design mögen und wel­che E-Commerce-Gewohnheiten sie haben.

Es ist belegt, dass ver­schie­dene Kul­tu­ren Infor­ma­tio­nen auf unter­schied­li­che Weise ver­ar­bei­ten und außer­dem anders­ar­tige ästhe­ti­sche Vor­lie­ben in Bezug auf Design, Farb­zu­sam­men­stel­lun­gen und Navi­ga­tion haben, beson­ders beim Ver­gleich von östli­chen mit west­li­chen Kul­tu­ren. Es kann für Sie also nur von Vor­teil sein, die Vor­lie­ben auf jedem Ihrer zukünf­ti­gen Märkte hin­sicht­lich E-Commerce und Design zu ken­nen, bevor Sie mit dem Struk­tu­rie­ren Ihrer Web­site beginnen.

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Rich­ten Sie ein fle­xi­bles Design ein

Ihr nächs­ter Schritt besteht darin, alles zusam­men­zu­fas­sen, was Sie über die Design-Trends und Kauf­ge­wohn­hei­ten in Ihren Wunsch­märk­ten her­aus­ge­fun­den haben, und diese Infor­ma­tio­nen zur Gestal­tung eines Website-Designs zu ver­wen­den, das eine über­zeu­gende, ein­heit­li­che Mar­ken­bil­dung schafft, gleich­zei­tig aber so fle­xi­bel ist, dass es auf die unter­schied­li­chen Top Level Domains (TLDs) für jeden Aus­lands­markt zuge­schnit­ten wer­den kann, ohne sein »Selbst­ver­ständ­nis« zu verlieren.

Bezie­hen Sie in Ihre Über­le­gun­gen auch ein, wie sich die bild­li­che Dar­stel­lung ändern muss, um für jeden Markt rele­vant zu sein, wel­che Berei­che auf jeder Web­site sehr stark im Vor­der­grund ste­hen müs­sen (Soll zum Bei­spiel Ihre Start­seite einen Text »Über uns« ent­hal­ten oder wol­len Sie dort gera­de­wegs Ihr Pro­dukt­an­ge­bot dar­stel­len?), wie sich Ihre Farb­zu­sam­men­stel­lun­gen ändern sol­len, wie Sie für jeden Aus­lands­markt Mul­ti­me­dia ein­set­zen wol­len und sogar, wie lang die Zei­len und wie groß die Ras­ter sein müs­sen, um den Schrif­ten unter­schied­li­cher Spra­chen Platz zu bie­ten (und in wel­che Rich­tung die Texte in den jewei­li­gen Spra­chen flie­ßen sollen).

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Ver­wen­den Sie die rich­ti­gen Tools

Wenn Sie regel­mä­ßig die Spra­chen Ihres Tex­tes auf den Web­sites und Web­sei­ten ändern, wol­len Sie nicht gezwun­gen sein, jede Seite von Grund auf neu auf­zu­bauen und ein ande­res Text-Codierungstool dazu ver­wen­den. Pro­bleme las­sen sich ver­mei­den, wenn Sie UTF-8 ver­wen­den – UTF-8 hat für jedes Zei­chen aus mehr als 90 ver­schie­de­nen Spra­chen indi­vi­du­elle Kodie­run­gen, wird von sämt­li­chen im All­ge­mei­nen ver­wen­de­ten Brow­sern und Betriebs­sys­te­men unter­stützt und ist mit allen ver­brei­te­ten Webdesign-Programmen und Edi­to­ren kompatibel.

Dar­über hin­aus ver­ein­facht CSS durch die Tren­nung von Inhalt und Design Ihre Arbeit in erheb­li­chem Maß, wenn es um den Wech­sel der Spra­che Ihrer Texte auf Ihren loka­li­sier­ten Web­sites geht.

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Über­set­zen Sie Ihren Text

Noch weit wich­ti­ger als ein für jeden Aus­lands­markt geeig­ne­tes Design Ihrer Web­site ist es, dafür Sorge zu tra­gen, dass Ihr Text geeig­net ist. Spra­che ist ein kniff­li­ges Gebiet – sie ent­wi­ckelt sich und unter­liegt einem stän­di­gen Wan­del, und die Unter­schiede kön­nen selbst bei Dia­lek­ten ein und der­sel­ben Spra­che enorm groß sein. Die Mög­lich­kei­ten für Feh­ler und Irr­tü­mer sind zahl­reich, und nichts wird einen Leser schnel­ler von Ihrer Web­site ver­scheu­chen als ein unver­ständ­li­cher oder feh­ler­haf­ter Text – Sie zer­stö­ren damit Ihr Image von Serio­si­tät und Glaubwürdigkeit.

Aus die­sem Grund ist es not­wen­dig, Ihren Text von einem Profi in des­sen Mut­ter­spra­che über­set­zen zu las­sen. Dies garan­tiert nicht nur, dass Sprach­ei­gen­tüm­lich­kei­ten und Aus­drü­cke rich­tig über­setzt wer­den, son­dern es trägt auch dazu bei, dass der eigent­li­che Ton­fall, Stil und Inhalt der Kul­tur Ihrer Ziel­gruppe ent­spricht – Sie wol­len schließ­lich nicht ver­se­hent­lich einen poten­zi­el­len Kun­den beleidigen.

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Pla­nen Sie Ihre SEO für jeden ein­zel­nen Markt

Wenn Sie loka­li­sierte und opti­mierte Web­sites für aus­län­di­sche Märkte ste­hen haben, besteht Ihr nächs­ter Schritt darin, dafür zu sor­gen, dass diese auch zu fin­den sind. Hier kommt die loka­li­sierte SEO ins Spiel – Sie müs­sen dafür sor­gen, dass sich Ihre Bemü­hun­gen zur Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung auf die Algo­rith­men der belieb­tes­ten Such­ma­schine Ihres Ziel­mark­tes kon­zen­trie­ren (Google mag im eng­lisch­spra­chi­gen Markt unum­strit­ten an der Spitze ste­hen, aber in vie­len ande­ren Spra­chen gibt es eigene Ent­spre­chun­gen, so zum Bei­spiel Baidu für China und Yandex für Russland).

Noch wich­ti­ger ist jedoch sicher­zu­stel­len, dass Ihre Key­words für jeden Markt loka­li­siert sind – die wort­wört­li­che Über­set­zung eines Begriffs ist nicht in jedem Fall auch die rich­tige. Recher­chie­ren Sie Ihre Key­words mit­hilfe eines Keyword-Finders wie bei­spiels­weise dem Keyword-Finder von Google; so stel­len Sie schnell fest, wie die belieb­tes­ten Such­be­griffe vor Ort lau­ten, von Käse­ku­chen bis Kfz-Versicherung.

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Über den Autor

Chris­tian Arno ist der Grün­der und Geschäfts­füh­rer des inter­na­tio­na­len Über­set­zungs­un­ter­neh­mens Lingo24, das auch auf Website-Lokalisierung spe­zia­li­siert ist.

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