Der Lean-UX-Prozess


Lean UX definiert einen iterativen Implementierungsprozess, der aus vier Phasen besteht. Zunächst formuliert das Team seine Annahmen und Hypothesen in Bezug auf die Produktvision, Benutzer und Nutzungskontext sowie möglicher sinnvoller Funktionen. Anschließend entwickelt das Team gemeinsam Lösungen, um die Annahmen und Hypothesen zu prüfen, und erstellt Skizzen, Mockups, Prototypen oder ein MVP (»Minimum viable product«). Im letzten Schritt überprüft das Team seine Annahmen und Hypothesen, indem es seine Lösungen auf die Probe stellt. Dazu setzt es »kollaborative Recherchetechniken« ein und testet direkt mit dem Benutzer, zumeist qualitativ durch Befragungen, Beobachtungen und Tests.

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Lean UX: Einführung und Grundlagen

Lean UX ist ein Ansatz, um Prinzipien und Methoden zur Verbesserung der Usability und User Experience in eine agile Entwicklung zu integrieren, und gleichzeitig der Titel eines Buches von Jeff Gothelf und Josh Seiden, in dem sie ihren Ansatz erklären: Lean UX – Produktentwicklung und -design mit agilen Teams (Amazon-Partnerlink). Lean UX vereint Ansätze aus der Agilen Entwicklung, dem Menschzentrierten Gestaltungsprozess und Design Thinking sowie Lean Startup zu einer neuen Methode. Diese Ansätze greifen sinnvoll ineinander und führen so zu einer schlanken (»lean«), nutzerzentrierten Entwicklung von Produkten. In dieser Artikelreihe fasse ich die wesentlichen Gedanken und Aussagen des Buchs in drei Teilen zusammen. Weiterlesen

Grundsätze der menschzentrierten Gestaltung – ein Blick in die DIN EN ISO 9241-210


Die menschzentrierte Gestaltung interaktiver Systeme verschafft den Benutzern eine erheblich bessere User Experience. Die Grundlagen und Vorgehensweise finden sich in der internationalen Norm DIN EN ISO 9241-210. Wer sich daran hält, bekommt bessere Anwendungen, zufriedene Benutzer und ökonomische Vorteile. Die Grundsätze der menschzentrierten Gestaltung erschienen erstmals in der Norm ISO 13407 im November 2000. Rund zehn Jahre später, im März 2010, gab es eine Neuveröffentlichung im Rahmen der Normenreihe ISO 9241, in der deutschen Übersetzung »Ergonomie der Mensch-System-Interaktion« betitelt. Die nächste Auflage folgte im März dieses Jahres. Über die gesamte Zeit haben sich die Basis und der Gestaltungsprozess im Kern kaum verändert. Das ist bemerkenswert, und gerade deswegen lohnt es sich, einen frischen Blick auf die Norm zu werfen. Weiterlesen

Wie Projekte untergehen, wenn Usability Engineering vernachlässigt wird


Bei dem Snow Cruiser handelte es sich um ein riesiges Schneemobil, mehr als 15 m lang, über 5 m breit und über 4 m hoch, das seine 34 t Gesamtgewicht auf bis zu 40 km/h beschleunigen konnte. Der Snow Cruiser wurde von 1937 bis 1939 konstruiert und gebaut mit dem Ziel, die Antarktis zu erforschen. Das Projekt scheiterte, da der Snow Cruiser im praktischen Anwendungsfall nicht in der Lage war, selbst kleinste Erhebungen zu überwinden und im tiefen Schnee einfach einsank. Der Snow Cruiser wurde aufgegeben und im ewigen Eis zurückgelassen. Was war schief gelaufen? Weiterlesen

Spiel mit den Wahrscheinlichkeiten

Wenn der Verlauf eines Projekts nicht dessen Planung entspricht, liegt das häufig daran, dass die Realität sich einer genauen Schätzung entzieht. Dieser Artikel zeigt, wie Sie dennoch zu guten Schätzungen gelangen, und betrachtet sowohl klassische Schätzverfahren als auch moderne Verfahren in agilen Projekten. Weiterlesen

Die Bedeutung effektiver und smarter Ziele

Jedes Projekt und jede Kampagne beginnt damit, dass die Beteiligten ein gemeinsames Ziel definieren und Maßnahmen beschließen, um es zu erreichen. Nur wenn den Beteiligten das Ziel klar ist, können sie sich auf genau die Maßnahmen verständigen, die dort hin führen. Erst ein Ziel ermöglicht es zu beurteilen, ob Tätigkeiten wirtschaftlich, effektiv und erfolgreich sind. Weiterlesen