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Warum jedes Unternehmen seine Online-Reputation stärken sollte

kf

Wir leben heute in einer Gesell­schaft, in der es selbst­ver­ständ­lich ist, sich online über Unter­neh­men und Dienst­leis­ter zu infor­mie­ren. Daher ist es heute für jedes Unter­neh­men von gro­ßer Bedeu­tung, auch online an sei­ner Repu­ta­tion zu arbei­ten. Zu den wich­tigs­ten Instru­men­ten gehört die eigene Web­site, über die sich Unter­neh­men in der digi­ta­len Welt dar­stel­len und ihre Kun­den infor­mie­ren und mit ihnen Kon­takt auf­neh­men kön­nen. Dar­über hin­aus sind eigene Web-Aktivitäten nütz­lich, um nega­tive Online-Berichterstattung in der Hin­ter­grund zu drängen.

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Der Begriff Image steht für den Gesamt­ein­druck, den Kun­den von einem Unter­neh­men in einem bestimm­ten Moment haben. Somit ist das Image ein kurz­fris­ti­ges, ober­fläch­li­ches Phä­no­men, das per­ma­nen­ten Schwan­kun­gen unter­liegt und bei­spiels­weise durch Wer­be­kam­pa­gnen zu beein­flus­sen ist.

Repu­ta­tion hin­ge­gen bezeich­net den Ruf eines Unter­neh­mens, den es sich über einen län­ge­ren Zeit­raum hin­weg erar­bei­tet hat. Eine posi­tive Repu­ta­tion ist das Ergeb­nis einer kon­ti­nu­ier­li­chen, lang­fris­ti­gen Anstrengung.

Als im Okto­ber 1997 die A-Klasse, damals jüngs­tes Pro­dukt der Daimler-Benz AG, beim Elch­test auf das Dach kippte, nahm das Image der Marke Mer­ce­des gro­ßen Scha­den; vor allem durch die nega­tive Presse, die die Pein­lich­keit genüss­lich aus­schlach­tete. Heute spricht nie­mand mehr davon – die Repu­ta­tion des Unter­neh­mens hat nicht gelitten.

Men­schen nei­gen zum Schub­la­den­den­ken und zum Ver­ges­sen, um sich die Ori­en­tie­rung in der Welt zu ver­ein­fa­chen. Per­so­nen, denen wir begeg­nen, und Unter­neh­men, mit denen wir es zu tun haben, sor­tie­ren und kate­go­ri­sie­ren wir, und wir sind sehr unfle­xi­bel, wenn es darum geht, Ent­schei­dun­gen zu über­den­ken und Schub­la­den bewusst umzu­sor­tie­ren. Neue Infor­ma­tio­nen, die dazu füh­ren könn­ten, dass wir unsere Ein­stel­lung einem Unter­neh­men gegen­über über­den­ken, ver­ges­sen wir schnell wie­der, wenn sie nicht durch wei­tere Tat­sa­chen bestä­tigt wer­den. Aus die­sem Grund ändert eine Image-Änderung eines Unter­neh­mens zunächst nichts an unse­rer grund­le­gen­den Ein­stel­lung dem Unter­neh­men gegen­über. Hin­ge­gen ist die Repu­ta­tion eines Unter­neh­mens etwas Dau­er­haf­tes, das sich lang­fris­tig auf meh­re­ren Kanä­len durch­setzt und dazu füh­ren kann, dass wir unsere Ansich­ten über­den­ken und das Unter­neh­men in die (ver­meint­lich) rich­tige Schub­lade einordnen.

Bei die­sem Pro­zess der Kon­struk­tion unse­rer Wirk­lich­keit haben wir nur wenig Kon­trolle. Ein star­kes Mar­ken­auf­tre­ten ver­führt gezielt zur Kate­go­ri­sie­rung. Bei einer star­ken Marke sind die Hirn­areale abge­schal­tet, die zum Nach­den­ken die­nen, wäh­rend die Areale akti­viert wer­den, die für spon­tane Hand­lun­gen zustän­dig sind. Starke Mar­ken ent­las­ten das Nach­den­ken. Eine lang­fris­tige Inves­ti­tion in die eigene Repu­ta­tion ist für Unter­neh­men ein Erfolg ver­spre­chen­der Weg, eine glaub­hafte Marke aufzubauen.

Dabei darf man das Inter­net heute nicht mehr außer Acht las­sen. Mehr als zwei Drit­tel der Gesell­schaft infor­mie­ren sich online über aktu­elle The­men, Pro­dukte und Unter­neh­men. Für viele Men­schen ist es heute ganz nor­mal, den Namen eines bis dato unbe­kann­ten Unter­neh­mens bei Google ein­zu­ge­ben und zu schauen, wel­che Infor­ma­tio­nen und Kon­takt­da­ten sie erhal­ten kön­nen. Wenn sie ganz oben auf der Tref­fer­liste keine direk­ten Infor­ma­tio­nen über das Unter­neh­men fin­den, son­dern nur indi­rekte Infor­ma­tio­nen über Meta-Dienste, dann fällt es schwer, Ver­trauen zu fas­sen und das Unter­neh­men als kom­pe­ten­ten Part­ner einzuordnen.

Auch bei der Recher­che nach dem rich­ti­gen Unter­neh­men oder Dienst­leis­ter gewin­nen Such­ma­schi­nen wie Google gegen­über her­kömm­li­chen Branchen-Verzeichnissen zuneh­mend an Boden. Ein Dort­mun­der Jurist, der bei der Suche nach »Rechts­an­walt Dort­mund Innen­stadt« nicht ganz weit oben erscheint, hat einen Online-Kunden weni­ger. Für immer mehr Online-Nutzer gilt: Wer bei Google nicht gefun­den wird, der exis­tiert nicht! Ebenso wenig Chan­cen hat der nie­der­ge­las­sene Medi­zi­ner, des­sen Web­site bei der Suche nach »Haus­arzt Lünen« zwar gefun­den wird, aber der­art abschre­ckend gestal­tet und ver­al­tet ist, dass der Nut­zer jeg­li­che Lust ver­liert, die Pra­xis­räume auf­zu­su­chen oder einen Ter­min zu ver­ein­ba­ren. Auch das hat mit unse­rem Schub­la­den­den­ken zu tun: Wir schlie­ßen von der man­gel­haf­ten Qua­li­tät der Web­site die Qua­li­tät des Unter­neh­mens, das sie reprä­sen­tiert. Der Ver­gleich zu einem Schau­fens­ter eine Bou­tique bie­tet sich hier an. Ein geschmack­voll gestal­te­tes Schau­fens­ter, das die Pro­dukte gekonnt prä­sen­tiert oder neu­gie­rig macht, lädt zum Ein­tre­ten ein; ein lieb- und geschmack­los ein­ge­rich­te­tes Fens­ter eher zum Weitergehen.

Neue Tech­ni­ken und grö­ßere Inter­net­band­brei­ten ver­set­zen die Nut­zer zuneh­mend in die Lage, selbst Inhalte zu erstel­len und wei­ter­zu­ge­ben. Inhalte wer­den nicht mehr nur zen­tra­li­siert von weni­gen gro­ßen Unter­neh­men und Ver­la­gen erstellt und über das Inter­net ver­brei­tet, son­dern von einer Viel­zahl von Nut­zern, die sich mit Hilfe von Web­logs, Wikis, Online-Diensten und ande­rer »Social Soft­ware« mit­ein­an­der ver­net­zen. Das bedeu­tet, dass es zuhauf Infor­ma­tio­nen zu einem Unter­neh­men im Web geben kann, selbst wenn es sich kaum oder gar nicht im Web aktiv um seine Online-Reputation geküm­mert hat. Jeder Kunde ist zugleich Kri­ti­ker, Rezen­sent und Multiplikator.

Stel­len Sie sich vor, dass ein unzu­frie­de­ner Kunde seine schlechte Mei­nung über Ihr Unter­neh­men öffent­lich im Web kund tut, in sei­nem Blog, einem sozia­len Netz­werk wie Face­book oder Twit­ter – gerecht­fer­tigt oder nicht sei dahin gestellt. Wenn Sie bis­her aus Kosten- oder Zeit­grün­den dar­auf ver­zich­tet haben, selbst im Web aktiv zu sein, sind Sie die­sem Angriff schutz­los aus­ge­lie­fert. Die ers­ten Fund­stel­len auf den Tref­fer­lis­ten gehö­ren nicht Ihnen, son­dern dem Angrei­fer. Poten­zi­elle Kun­den, die sich online über Ihr Unter­neh­men infor­mie­ren wol­len, sto­ßen als ers­tes auf des­sen nega­tive Presse. Die Wir­kung ist ver­gleich­bar mit schlech­ten Rezen­sio­nen in Online-Shops wie Ama­zon. Für wel­ches von zwei ver­gleich­ba­ren Pro­duk­ten wür­den Sie sich ent­schei­den? Das mit fünf von fünf oder das mit nur zwei von fünf Sternen?

Aus die­sem Grund sollte eine Suche dem Namen Ihres Unter­neh­mens in gän­gi­gen Such­ma­schi­nen auf der ers­ten Seite vor allem Web­sei­ten zei­gen, über die Sie selbst Kon­trolle haben! Das betrifft neben Pro­fi­len in sozia­len Netz­wer­ken, Kontakt- und Bran­chen­da­ten­ban­ken vor allem Ihre eige­nen Web­sites. Ihre Online-Aktivitäten soll­ten stark genug sein, um »Angriffe« auf Ihr Unter­neh­men abzu­weh­ren. Der Ein­druck, den Ihre Web­sites bei Ihren Kun­den hin­ter­las­sen, sollte in der Lage sein, nega­tive Bericht­er­stat­tung abzu­weh­ren. Im Übri­gen haben Sie so die Gele­gen­heit, auf Angriffe in dem­sel­ben Medium Stel­lung zu bezie­hen, falls es not­wen­dig ist.

Es ist für Unter­neh­men wich­ti­ger denn je, im Web prä­sent zu sein, und in der Zukunft wird es zuneh­mend wich­ti­ger wer­den. Dabei genügt es nicht, nur eine wenig inspi­rie­rende, bie­dere Web­site mit schwa­chem Design und schlech­ten Tex­ten ins Netz zu stel­len. Wenn ein Kunde zum ers­ten Mal Ihre Web­site auf­ruft, sollte er ebenso pro­fes­sio­nell, sym­pa­thisch und anre­gend begrüßt wer­den, als wenn er durch die Ein­gangs­tür tritt. Nut­zen Sie die Gele­gen­heit, die erste Online-Begegnung posi­tiv zu gestal­ten und Ihr Unter­neh­men von der bes­ten digi­ta­len Seite zu zeigen!

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Klaus Eck zeigt, wie jede Pri­vat­per­son und jedes Unter­neh­men sich aktiv darum küm­mern kann, online den rich­ti­gen Ein­druck zu hin­ter­las­sen. Er zeigt Stra­te­gien, sich gegen Angriffe zu weh­ren, und zahl­rei­che Werk­zeuge, die Unter­neh­men und Per­so­nen für ihr Repu­ta­ti­ons­ma­nage­ment selbst nut­zen können.

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1 Kommentar

  1. Sehr infor­ma­ti­ver Arti­kel zum Thema Repu­ta­tion. Ich recher­chiere im Augen­blick wie sich die Social-Media Dienste auf Repu­ta­tion von Web­sei­ten aus­wir­ken. Vie­len Dank und Grüße aus Regensburg!

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